Speichern statt Abschalten

Shownotes

Wir erleben es aktuell sehr deutlich: Die Debatte rund um die Energiewende ist aufgeheizt. Was braucht es jetzt, um die Energiewende pragmatisch, technologisch und unternehmerisch erfolgreich voranzubringen? Was ist jetzt schon machbar und wie können wir diese Lösungen stärker in den Mittelpunkt stellen als ideologische Grabenkämpfe?

Reinhard Schneider, Inhaber von Werner & Mertz und Autor von „Die Ablenkungsfalle“ spricht mit Gerd Schöller, Geschäftsführer von Schoenergie und Autor des Buches „Unter Hochspannung“. Die zwei Familienunternehmer aus Rheinland-Pfalz zeigen mit ihren Best -Practice-Cases wie die Energiewende konkret umgesetzt werden kann. Schoenergie mit Photovoltaik-Großanlagen, Energiespeicher und Netzinfrastrukturprojekte, Werner & Mertz als Kreislaufpionier, der mit Projekten wie dem Power Purchase Agreement (PPA) neue Maßstäbe für unternehmerische Verantwortung und Unabhängigkeit setzt.

Gemeinsam steht damit ein klares Signal im Raum: Die Energiewende gelingt dort, wo unternehmerischer Mut und konkrete Umsetzung zusammenkommen.

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00:00:18: Was für ein Sommer!

00:00:19: Noch ist er nicht ganz vorbei.

00:00:20: Aber ich glaube, ich kann zum ersten Mal mit absolut Sicherheit sagen, dass es ein Sommer ist in dem wir wirklich alle zum ersten mal persönliche Erfahrungen damit gemacht haben was so eine Rekordhitze für uns und unsere Arbeit oder unsere Gesellschaft hier in Deutschland wirklich bedeutet.

00:00:36: Seien das abgesagte Groß-Events gesperrte Autobahnen, hitzefrei nicht nur für SchülerInnen.

00:00:41: Teilweise sogar für ganze Belegschaften.

00:00:44: der Schiffsverkehr liegt still man kann spazieren gehen mitten im Rheinbett also alle Sachen die nicht mehr normal sind.

00:00:51: und bei mir zum Beispiel war es der Besuch beim meiner Oma stolze neunzig Jahre alt zum Glück noch relativ fit denn ich musste von meinem relativ kühlen Hamburg runter in sehr warm Süddeutschland zu ins Altenheim wo sie ausgerechnet im sechsten Stock untergebracht ist.

00:01:06: Keine Klimaanlage, nach einer Stunde Kaffee trinken lief mir der Schweiß.

00:01:10: Ich durfte zum Glück wieder los aber mit einem echt seltsamen unschönen Gefühl dieser alte Menschen von denen manche auch noch fit waren wie meine Ober- aber andere auch nicht in diese brütenen Hitze zurückzulassen Denn ich hatte so das Gefühl okay Das kann sein dass es in den nächsten Jahren wirklich haarig wird denn klar ist so ein Sommer das kein Ausreißer lang bis sogar mittelfristig ist das wahrscheinlich das neue Normal.

00:01:35: Und klar ist, es ist eine weitere Herausforderung die wir nur lösen können wenn wir noch mehr Energie haben jetzt nicht nur im Winter zum Heizen sondern auch im Sommer zum Kühlen und Energie?

00:01:45: Das ist genau das Thema wo es in Deutschland in der Regel am hitzigsten hergeht wenn es um die Frage geht wie wird diese Krise lösen?

00:01:54: aber Bei die Zuversichtlichen waren wir noch nie verlegen, darum genau solche Themen zu besprechen und zu schauen ob wir da tatsächlich einen Schritt vorwärts kommen.

00:02:03: Deswegen freue ich mich enorm in den nächsten sechzig Minuten ein paar Antworten zu finden hoffentlich auf diese große Frage warum dieses Thema wirklich so knifflig ist?

00:02:12: Was es bräuchte um diesen scheinbaren riesigen gotischen Knoten an sich widersprechenden Zielen Perspektiven und Wünschen zu durchschlagen was denn dran ist in dieser wilden Debatte.

00:02:23: Wo sind wirklich die Fakten, die Hand und Fuß haben?

00:02:25: Wo sind das Meinungen Perspektiven?

00:02:28: Und wie könnte dann eine Strategie aussehen, die uns tatsächlich nach vorne bringt und von der wir sowohl als Bürgerinnen aber auch als Unternehmer profitieren?

00:02:38: Und damit herzlich willkommen zur schon achtzehnten Ausgabe von die Zuversichtlichen.

00:02:42: Unsere fortlaufenden Reihe angesprechen mit AutorInnen und Expertin rund um alle Fragen, die eine zukunftsfähige Wirtschaft und Gesellschaft betreffen.

00:02:52: Mein Name ist Zackes.

00:02:53: hier auf der Bühne sitze ich schon mit unserem Gast für diese Runde Gerd Schöller Geschäftsführer der Solarfirma Schönergie.

00:03:00: seit rund zwanzig Jahren arbeitet er mit seinem Vater und seinen Brüdern dran uns mit nachhaltiger Energie vor allem stabil zu versorgen.

00:03:07: Und was besonders spannend ist, eines der vielen Projekte, das Sie betreiben, ist gar nicht so weit hier von Mainz nämlich in Föhren und es ist tatsächlich auf Kontinentaleuropa einzigartig ein Batteriespeicherprojekt, ein Standort.

00:03:20: Der Funktion hat die sonst so aktuell nirgendwo anders im Festland Europa gibt.

00:03:25: Außerdem ist er auch noch Autor des Buches unter Hochspannung.

00:03:28: Schluss mit dem Gerede.

00:03:30: So lösen wir Deutschlands Energiekrise.

00:03:32: Herzlich willkommen Gerd!

00:03:34: Schön hier zu sein

00:03:41: Wie immer mit dabei, als Hausarzt-Gastgeber, Inhaber von Werner und Merz, Reinhard Schneider für seine Arbeit mit zahlreichen Umweltpreisen ausgezeichnet.

00:03:51: Für Fächter einer zukunftsfähigen Wirtschaft und natürlich auch Autor von die Ablenkungsfalle Die Versteckte Tricks der Ökologiebremser.

00:03:58: schön dich nach der Sommerpause wieder zu sehen

00:04:00: Hallo Sackes

00:04:07: Und ich freue mich natürlich über die zahlreichen Zuschauenen wieder im Stream.

00:04:11: Wir legen gleich los mit der Diskussion Aber Sie wissen Schreiben Sie Ihre Fragen, Ihre Gedanken.

00:04:16: Während die Diskussion noch läuft direkt ins Chatfenster.

00:04:19: vieles davon kann ich im Nachgang direkt hier mit reinnehmen und weitergeben an meine Gäste Und wir werden wahrscheinlich sogar fünf Minuten mehr drauf verwenden denn wir haben eine ganz besondere Ehre.

00:04:30: Ich freue mich enorm hier.

00:04:31: als Gast in der ersten Reihe In unserem Studio nehme ich den Minister für Wirtschaft, Tourismus Energie und Klima des Landes Rheinland-Pfalz begrüßen zu dürfen.

00:04:40: Minister Michael Ebling herzlich willkommen.

00:04:49: Auch an Sie.

00:04:49: dürfen wir dann zwei Fragen stellen.

00:04:51: Ich freue mich schon enorm drauf, das heißt wir steigen direkt ein in die Diskussion damit wir so schnell wie möglich dort ankommen.

00:04:58: Ich glaube, die erste Frage habe ich an dich gehört.

00:05:00: Ich war letztens auf einem der wichtigsten deutschen Wirtschaftsfonds eine Panel-Diskussion.

00:05:04: von der einen Seite der Vorstand einer Bank, die zwölf Milliarden in die Erneuerbaren und den Windparks investiert hatte, der wirklich mühe hatte sich relativ diplomatisch und noch konstruktiv zur aktuellen Energiestrategie zum Netzpaket der EG Novelle zu äußern.

00:05:20: Auf dem anderen Ende ist er CEO eines sehr großen Chemie-Parks Der wiederum tatsächlich sehr verächtlich über Windmühlen sprach und dass wir uns mit den ganzen Klimazielen wirklich keinen Gefallen getan hätten.

00:05:34: Und ich dachte mir, Mensch das ist wirklich ein Wirtschaftsform für Profis da läuft gerade keine Kamera hier reden Profis mit Profis.

00:05:39: Das kann auch nicht sein, dass der Ton ist mit dem wir versuchen unsere Probleme zu lösen weil wir brauchen ja beide.

00:05:44: Wir brauchen den Chemie Park es muss für den funktionieren.

00:05:47: Wir brauchen auch die Investments für den Windpark aufgehen.

00:05:50: also was ist da schief gelaufen?

00:05:53: da wirklich noch nicht mal mehr miteinander reden können?

00:05:58: Ich glaube, wir sind immer zwischen zwei Extremen unterwegs.

00:06:02: Auf der einen Seite das eine Extrem, den es allen nicht schnell genug geht die Freitas for Future Bewegung hat davon ganz viel mit nach vorne gebracht, erfolgreich mit nach vorn gebracht Das sind die auf der anderen Seite sagen Klimaschutz um jeden Preis.

00:06:18: und das andere Extrem ist die Wirtschaft Die mit Sicherheit in den letzten Jahren Bei uns in der Region sagt man gegängelt.

00:06:25: Also sehr viel getrieben wurde, Ziele mit einzuhalten.

00:06:30: und ich glaube gerade bei den Energiepreisen sich jetzt herauskristallisiert dass irgendwann das Maß voll ist.

00:06:38: und gerade bei dem Energiepreis kann man relativ gut vermeintlich ablesen um in den Narrativen zu bleiben unsere Energiepreise sind die teuersten der Welt.

00:06:48: Jetzt bin ich immer ein Freund der Mitte weil ich glaube in den beiden Lagern Zu bleiben führt nicht zu einem Konsens und genau diesen Konsens müssen wir am Ende des Tages schaffen.

00:07:00: Wir brauchen auf der einen Seite Unternehmen, die gesund wirtschaften können um diese Energietransformation im Land zu bezahlen aber auch die Verantwortung übernehmen, die gesellschaftliche Verantwortung zu übernehmen die wir brauchen um möglichst CO-neutral unsere Unternehmen mit Energie auszustatten.

00:07:22: Jetzt ist das ein Thema, was wir hier nicht zum ersten Mal besprechen.

00:07:25: Wir hatten schon zweimal Jan Hegenberg zu Gast, der jedes mal aufgeräumt hat, was in dieser Debatte wirklich ein Mythos ist und was es als Fakt belastbar ist.

00:07:33: Warum haben wir dieses Thema noch einmal gesetzt?

00:07:35: Was bewegt sich daran so sehr?

00:07:39: Ich denke, dass das ein Bereich ist, in dem gerade jetzt viel in Bewegung gekommen ist und die Informationen über die Machbarkeiten noch gar nicht angekommen sind, wo neue Wege ausprobiert werden können.

00:07:52: Und das macht es unheimlich spannend, weil man ja auch immer wieder so ein bisschen sucht wo ist eigentlich der Engpass?

00:07:58: Warum hat's denn nicht schon schneller funktioniert gerade in Deutschland?

00:08:02: und für mich ist es auch immer spannend gewesen zu schauen.

00:08:04: Hat dass auch was mit einzelnen Technologien zu tun Schlüsseltechnologien die es eben braucht um da voranzukommen und das ist vermutlich nicht als einziger war eine der Schlüssel technologien in der Energiewende das mit den Speichern Und nicht nur die Frage, wie wir das physisch machen sondern auch wie wir mit Speichern umgehen.

00:08:21: Wie die gemanagt werden und wer davon der Zugang bekommt zu diesen Management-Systemen um dann auch Speicher anders zu betreiben und zu vermarkten als bisher.

00:08:32: ich glaube da ist sehr viel in Bewegung geraten wie man in dem fantastischen Buch sehr sehr anschaulich nachlesen kann Und das war auch für uns immer so eine Frage.

00:08:43: Gibt es für Durchbrüche technologische oder auch gesellschaftliche einzelne Technologien, wo es nochmal so einen Durchstarten gibt?

00:08:51: Das war in der Kreislaufwirtschaft bei den Sortiertechnologien der ausschlaggebende Punkt, der uns dazu gebracht hat mehr für die Kreislaufer Wirtschafts- und Recyclingunternehmen und Anstreben selber darstellen zu wollen wenn wir gemerkt haben.

00:09:05: Technologisch tut sich sehr viel aber es wird noch nicht überall genutzt.

00:09:08: Und das mit den Speichern, wie die zugänglich gemacht werden.

00:09:12: Auch zu kleineren Nutzern auch zu kleinerer Unternehmen und man auch dort Anreize bekommen kann, fantastische Dinge zu tun.

00:09:19: zum Beispiel früher haben wir immer gedacht naja ist doch Energieverschwendung wenn wir jetzt Klima Geräte da laufen lassen wo die Isolation, die Wärme-Isolation noch nicht so perfekt ist wie bei unserem Energie-Plushaus dass wir kühlen über Geothermie sondern in der Produktion zum Beispiel wo ständig irgendwelche Rolltore aufgehen Und wir eigentlich nur über Split-Geräte das so darstellen können, die halt nicht so effizient gelten und als sehr große Stromverbraucher sein können um da auch den Komfort für die Mitarbeiter zu steigern.

00:09:51: Wenn man dann liest naja es ist nicht nur wirtschaftlich absolut darstellbar wenn man den Strom tatsächlich dann kauft über flexible Preise wenn er wirklich billig ist weil sogar Überschussstrom gerade an besonders heißen Tagen wenn die Sonne richtig runterknallt aus der Netzüberlastung rauszunehmen, um das wegzuverbrauchen und damit zum Beispiel Kühlaggregate für die Produktion zu betreiben.

00:10:15: Dann ist es nicht nur verschwendungsarm ökonomisch sondern es hilft eben auch netzdienlich und systemdienlich der Energiewende.

00:10:24: Faszinierende Ideen Und von daher super spannend, das nochmal aufzugreifen.

00:10:29: Zwei Sachen nehme ich direkt mit!

00:10:30: Also ihr spürt auch die Hitze bei euch wahrscheinlich schon im Werk, sonst würde durch über die Klimaanlage keine Gedanken machen.

00:10:35: und du sagst in diesem scheinbar wirklich festgefahrenem Thema ist jetzt eine Technologie am Start wirklich greifbar, die noch mal auf ne ganz neue Art Schwung reinbringen könnte.

00:10:44: Nämlich das Thema Großspeicher was sich so dem normalen Menschen wie mir eigentlich entzieht im Alltag.

00:10:49: Klar Autos kennen wir ja der ein oder andere hat vielleicht sogar einen Speicher im Keller stehen.

00:10:54: Jetzt ist es Energiethema und ich durfte an anderer Stelle wirklich ganz viele Experten zu dem Thema interviewen.

00:11:01: Und mir ist aufgefallen, es gibt wenige

00:11:03: Themen...

00:11:04: Wo einerseits man so als Bürger auf jeden Fall eine Meinung zu hat zum Strompreis, zum Spritpreis.

00:11:09: Das ist ein bisschen wie im Fußball.

00:11:10: das gibt es so dreiundachtzig Millionen Energietrainer gefühlt aber selbst die, dass wir hier wirklich zwanzig Jahre machen konnte mir ganz selten.

00:11:19: wenn er... Wenn's ein Spezialist ist fürs Netz, konnte mir der eigentlich nie Fragen zum Thema Speicher beantworten.

00:11:24: Das is'n bisschen wie das Bild mit dem Elefanten.

00:11:25: Der eine kennt den Rüssel, der andere den Fuß und nirgendwo trifft da so gut wie hier.

00:11:31: Warum ist dieses Thema ultra komplex, dass wirklich eigentlich fast niemand das in seiner Gänze versteht.

00:11:40: Weil wir in Summe einfach total viele Interessenslagen haben.

00:11:44: Wir haben Stromnetze, wir haben Erzeugung, wir habe Stromsteuer und Strompreise.

00:11:50: also in diesem gesamten Bereich Energie ist so viel mit reingelagert, dass man vielleicht diese Einfachheit an der Stelle auch gar nicht sieht.

00:12:03: Eigentlich haben wir nur drei Punkte, die wir berücksichtigen wollen.

00:12:06: Wir wollen grüne Energie zu günstigen Preisen und dauerhaft zur Verfügung stehen haben.

00:12:13: In diesen drei Punkten haben wir alles was für eine ordentliche Energieversorgung brauchen.

00:12:20: In der Vergangenheit haben wir unheimlich viele Menschen und auch Politikerinnen und Politiker, die diese Themen für sich unterschiedlich interpretiert haben.

00:12:29: Die einen wollen grünen Energie, die anderen die günstigste Energie.

00:12:33: Und genau da war auch mein Ansatz zu schauen, wie kann ich Energie den erklären?

00:12:39: Weil so komplex wie es viele darstellen ist das gar nicht.

00:12:43: Vielleicht hat der eine oder andere dann ein Interesse sich mehr damit auseinanderzusetzen wenn er vielleicht zwei von den zehn Punkten ordentlich nachvollziehen können.

00:12:54: Jetzt, du hast schon so einen Dreiklang mit reingebracht.

00:12:57: Ich finde was echt schwer ist weil ich meine die Debatte begleitet uns und man kann sich so ausluchen auf welchem Niveau man einsteigen will wenn man in die Medien geht.

00:13:05: Aber ich glaube was super schwer es ist zu beurteilen Was is jetzt so'n bisschen ein Mythos?

00:13:10: Was ist wirklich Fake News und was ist belastbar?

00:13:13: oder was ist tatsächlich streitbar je nachdem welches der drei Ziele man verfolgt?

00:13:18: also hast Du mir vielleicht nochmal ein kürze runtergebrachen.

00:13:20: wirklich so eine faktische falsche Behauptung, die du einfach nicht mehr hören kannst.

00:13:25: So zwei Themen, die wirklich diskutabel sind je nachdem was man erreichen will in der Strategie.

00:13:32: und ein Ding wo du sagst selbst wenn man jetzt Fan der Erneuerbaren erst so viel investiert hat das muss man leider lösen

00:13:40: um ganz hinten mit anzufangen.

00:13:42: also dieses komplette Thema Gaskraftwerke ist vielleicht so ein Thema dass wir erneuerbaren hören das nicht so gerne aber Einfach Gaskraftwerke brauchen, um eine Ersatzleistung zu haben wenn wir keine Neuabahren dabei haben.

00:13:58: Am Ende des Tages macht die Dosis das Gift.

00:14:00: und wie gestaltet man dieses Thema aus ist einfach nochmal ein ganz anderes Thema.

00:14:06: Wir haben in der Eifel durch diese Waldbrände auch noch mal in aller Munde ganz viele Biogasanlagen stehen, also von den zwanzig Gigabyte die wir jetzt an Gaskapazität ausschreiben werden haben.

00:14:19: Wir fünf Gigabyte bereits gebaut, die könnten wir sehr kurzfristig nutzbar machen.

00:14:26: das gehört dann zu der anderen Seite der Wahrheit.

00:14:29: diese Narrative die ich jetzt wirklich extrem oft gehört habe war Energie ist zu teuer, Energie ist für Unternehmen zu teurer.

00:14:38: Der Bundesverband der Energie- und Wasserwirtschaft veröffentlicht jedes Jahr einen Energiepreis.

00:14:42: Das ist der gemittelte Industriepreis, bei einer gewissen Größenordnung an Verbrauch wird dieser Preis referenziert.

00:14:48: Und da sehen wir sehr klar auch, dass wir den Preis im Jahr für das Jahr zum Jahr zu Ende des Jahres hat.

00:14:57: Und dazwischen ist noch relativ viel Inflation gewesen.

00:14:59: Ja, wir hatten Spitzenpreise zwischendurch aus den Gründen, die Sie alle kennen!

00:15:07: Aber wir sind heute wieder auf einem Energiepreis, den wir aus dem Jahr zwei Tausend Sechzehn schon mal hatten.

00:15:12: Energie ist nicht wesentlich teurer als vor zehn Jahren.

00:15:17: Ja aber

00:15:17: war sie vielleicht damals auch schon zu teuer im Vergleich zum Weltmarkt und zur Konkurrenz die vielleicht günstiger produzieren kann?

00:15:25: Aber dieses Thema müssen wir ja betrachten.

00:15:27: unter dem Kontext was haben wir zur Verfügung stehen?

00:15:30: Wir haben als Deutschland relativ wenig Ressourcen.

00:15:37: Also, wir haben ein paar Gasvorkommen in der Ostsee.

00:15:41: Wir haben eine patchbraune Masse ... die wir im Osten des Landes abgebaut haben.

00:15:52: In Form von Braunkohle und das war's!

00:15:56: Wir sind als Deutschland auf Basis von fossiler Energieträger einfach ein energiearmes Land.

00:16:03: Und da sehen wir an den Energiepreisen hier energiermer Ein Land ist, desto höher sind die Energiepreise.

00:16:09: Aber das ist nichts, was Neuerbaren getan haben oder sonst irgendjemand ... Sondern das ist einfach ein Fakt!

00:16:16: Eine Sache muss ich noch nachfragen.

00:16:17: Du hast es gesagt, okay, du hast auch gesagt, worüber wir vielleicht ... Oder was eine unbequeme Herausforderung ist, Stichwort Gaskraftwerke?

00:16:25: Was ist in der Mitte und was diskutabel je nachdem aus welcher Perspektive man drauf schaut?

00:16:31: Dieses Thema Netzausbau, was wir aktuell sehr stark diskutieren Auch eine Mischung aus unbequemer Weit.

00:16:39: Wir werden diesen Netzausbau brauchen, ob wir den in dieser Konstellation brauchen wie wir ihn in der Vergangenheit mal geplant haben?

00:16:45: Glaube ich nicht!

00:16:47: Wir haben eine Schlüsseltechnologie mit dem Batteriespeicher, die wir in Zukunft dafür einsetzen können, sogenannte Netzbooster an dienoralischen Stellen zu bauen.

00:16:57: und Last but not least, und da sind wir auch bei unbequemen Wahrheiten.

00:17:01: Solange wir diesen Gedanken, diesen NIMP-Gedanken, Not in my backyard haben und uns gegen Infrastrukturprojekte konstant wären werden wie dieses Problem nicht gelöst bekommen.

00:17:15: Das

00:17:15: ist ein Problem wo das allerdings ganz schnell damit zusammenhängt dass jeder einen Wahlkreis hat und keiner die Trasse im eigenen Wahlkreise haben will.

00:17:24: Extrem gemacht, die Diskussion ähnlich wie wo lagern wir unseren alten Atombüll.

00:17:29: Deswegen aber ja grundsätzlich bin ich bei dir es sollte nicht in Bayern sein.

00:17:36: Reinhard jetzt gerade beim Thema sozusagen Mythen oder eben das faktisch Falsche ist ja etwas was du glaube ich auch ganz gut kennst.

00:17:45: so ein Leitthema für dir kennst du vor allem aus dem Bereich Recycling einen Antrieb für dich ursprünglich auch dein Buch geschrieben zu haben und dieses Format hier an Start zu bringen.

00:17:55: Welche Parallelen siehst du jetzt zum Beispiel zwischen Mythen, Fehlinformationen im Bereich Recycling und im Bereich Energiestrategie?

00:18:03: Ich sehe eine gewisse Tendenz, dass man in Deutschland sehr stark

00:18:11: die

00:18:11: groben Ziele ja auch frühzeitig schon erkennt.

00:18:16: Sich dazu grundsätzlich bekennt aber dann im Faktischen in der Umsetzung unglaublich viel Zeit verliert weder Nicht nur über Ablenkungen, sondern leider auch über Rahmenbedingungen die nicht so konsequent gesetzt werden in Richtung Transformation wie in anderen europäischen Ländern.

00:18:36: Das heißt egal in welches Gesetz auch zur jüngsten Reform des Energiemarktes man liest ja am Anfang sehr positive Präambeln dass man die Energiewende unterstützen möchte vollumfänglich und wie gut und wie richtig das ist und gerade jetzt erst recht.

00:18:53: Aber wenn man nachher schaut, was für Maßnahmen dort reingeschrieben werden könnte man oft denken lustig.

00:18:59: Also wenn man dann merkt wie die Wirken wird letztlich eher das Gegenteil dann dort zementiert und in den Anreizen provoziert von dem was man ursprünglich in den Präambeln so Positives angekündigt hat.

00:19:15: Und die Frage ist woher kommt das ein bisschen?

00:19:18: Und warum muss das in Deutschland so stark sein?

00:19:20: Dann sind wir natürlich auf dem einen Seite wieder bei dem Themologismus.

00:19:26: Auf der anderen Seite auch, bei dem Anspruch manchmal zu perfektionistisch sein zu wollen und ich kenne das Thema Energie schon eine Weile weil ich ja

00:19:37: ab

00:19:38: im Jahr ... Ab im Jahr war es schon vor zehn Jahren zum Beispiel Die Erkenntnis diskutiert und man war sich komplett einig, dass ein super Engpass neben dem Thema Speicher für ein kluges Lastenmanagement.

00:19:58: Wenn wir wissen, wir können zum Beispiel diese Netze nicht ohne Fantastiliarden ausgeben zu müssen und Bürger zu verärgern mit Überlandleitung

00:20:06: usw.,

00:20:07: wenn der Netzausbau nicht überdimensional teuer und mühsam extrem vorangetrieben werden kann und soll ... Dann braucht man ein intelligentes Lastenmanagement auch unter dieser Ebene der großen Übertragungsnetze und der Hochspannung bei manchen Verteilnetzen.

00:20:24: Und da braucht man halt eine kleine Einrichtung, nämlich so ein intelligentes Messsystem, sogenannte Smart Mieter.

00:20:33: Vor zehn Jahren war man sich da einig, die brauchen wir.

00:20:35: ohne die wird ein intelligente Lasten-Management bei kleineren Verbrauchern oder Mittelständlern einfach nicht gehen.

00:20:42: Jo,

00:20:43: soweit zu gut!

00:20:44: Sie müssen dann kommen ne?

00:20:46: Und wenn wir jetzt schauen, wie der Smart-Meter-Rollout ist in Europa.

00:20:51: In Dänemark und den Schweden sind's hundert Prozent, da ist es vorgeschrieben.

00:20:55: In Spanien und vielen, vielen Ländern ist das über achtundneutzig Prozent auch in Italien.

00:21:01: In Frankreich ist es über ninety-fünf Prozent.

00:21:03: Jetzt raten Sie mal, wieviel Prozent es in Deutschland ist?

00:21:06: Es war zehn Jahre gewusst und alle waren sich einiges im Bus kommen ... hier!

00:21:14: Also meine Zahl ist von ... vielleicht haben sie ja von ...

00:21:18: Ich glaub,

00:21:19: Jan Hegenberg war das letzte Mal vor einem Jahr zu Gast und da waren es noch drei Prozent.

00:21:22: Wir haben uns schon gesteigert, würde ich sagen?

00:21:24: Ja

00:21:24: wir haben uns brutal gesteiggert in Prozenten gesehen auf die Basis gerechnet.

00:21:30: Und dann muss man irgendwie sich überlegen okay wenn man das vor zehn Jahren schon wusste warum hat man nicht Anreize gesetzt wie in anderen Ländern die dort wirklich sehr wirksam war dass diese Gatekeeper der eigentlich unerlässlich ist für die intelligente Energieverwaltung

00:21:47: und

00:21:48: Schonung auch der Steuergelder beim extremen Netzausbau, um das unter's Volk zu bringen.

00:21:54: Und da gibt es verschiedene Antworten.

00:21:58: aber ich hab so das Gefühl dass eine gewisse fossile Affinität unterschwellig doch noch mit einer Rolle spielt in Deutschland bei deutschen politischen Entscheidungen und das wäre nicht sehr viel anders als bei der Kreislaufwirtschaft dann auch.

00:22:11: Dafür haben wir aber als Ergänzung dem ganzen Namen gegeben, weil das Thema für den Einbau von intelligenten Messsystem nennt sich Silke.

00:22:22: Das ist mittlerweile wirklich komplexer, glaube ich, als irgendwo ein Tresor von der Sparkasse zu kommen?

00:22:30: Ja es sind Over-Engineeringe.

00:22:31: Ich meine diese Smart-Meter die kosten jetzt in Deutschland in einem Bücher zwischen zweihundert und zwehundfünfzig Euro.

00:22:37: In Frankreich sind's zwanzig Euro wenn ich das richtig in Erinnerung habe.

00:22:41: Aber dafür haben wir den besten Datenschutz bei deutschen Smart-Mietern, um damit niemand ... Also was man bei Google irgendwie angeguckt hat und was man kauft usw.

00:22:50: Und welche einkommt.

00:22:51: Das ist vollkommen egal, was man in die ganze Welt hier hinaus sieht.

00:22:55: Aber wenn man sein Auto geladen hat und wie viel Strom man verbracht, das ist die privates der Information über.

00:23:01: Da brauchen wir den Überdatenschutz, deswegen ist es in Deutschland dann sehr teuer.

00:23:06: Du hast in deinem Buch ein spannendes Beispiel dazu.

00:23:08: Du hast gesagt, beim Thema Glasfaserausbau anscheinend die Jüngeren unter uns kennen ihn vielleicht gar nicht mehr aber Helmut Schmidt hatte das Thema schon auf dem Zettel und wollte glaube ich den Glasfaserbau voranbringen also wirklich von paar Jahrzehnten.

00:23:22: Aber dann sein Nachgänger meinte mach mal lieber Kabelfernsehen.

00:23:26: Das heißt da haben wir vier Jahrzehnte grob verspielt Und du meinst in deinm Buch dass es so Deutschlands bietet?

00:23:30: Also das passiert uns nicht zum ersten Mal.

00:23:33: Wir haben dafür Gold für unseren Nationalfarben steht, für den Goldplating.

00:23:39: Also die EU gibt uns Vorgaben und wir Deutschen sagen Boah!

00:23:43: Das reicht uns nicht da setzen wir noch zwei oben drauf... ...und dann verkacken wir richtig.

00:23:55: Das ist das was Reinhard gerade sagte.

00:23:57: wenn wir Smart-Meter einbauen dann wird es das Beste dieser Welt.

00:24:01: der Datenschutz ist das allergrößte auf diesem Smart-Mieter, da wird

00:24:06: nie wieder irgendjemand

00:24:07: draufgucken können.

00:24:12: Der Erfolg gibt uns recht!

00:24:14: Ja... Bei sixundneunzig

00:24:15: Prozent können wir nicht drauf

00:24:17: gucken.

00:24:19: Sicherer geht nicht ne?

00:24:22: Jetzt habe ich mitbekommen es gibt eben viele Entscheidungen wo eigentlich drauf steht ja wir wollen das doch mit den erneuerbaren.

00:24:27: eins davon dass jetzt im Sommer verabschiedet worden.

00:24:30: das wird wahrscheinlich so den Endkonsumenten nicht ganz zu erreichen.

00:24:33: und es geht um die EEG-Novellierung.

00:24:36: Ich glaube, da werden wir jetzt nicht in der Tiefe eintauchen.

00:24:38: Das ist wirklich sehr komplex!

00:24:40: Aber es heißt ein weiteres Mal wurde das angefasst?

00:24:43: Ich glaube seit rund zweitausend.

00:24:46: korrigier mich eins.

00:24:47: Da war das Vorläufergesetz also... Jetzt gibt dann wohl das unbenannte EEG und dann wird das immer mal wieder angefassen, die einige in eine andere Richtung geschoben.

00:24:55: aber sagt man ganz schnell deine Einschätzung was drauf steht wie Reinhard sagte und was drin steckt.

00:25:01: Was bedeutet das für das Thema Erneuerbare oder grundsätzlich für das thema günstige Energie aus grünen Quellen.

00:25:09: Dieses Vorwort in diesem kompletten Gesetz ließ sich wirklich total gut, wir müssen die erneuerbaren Wettbewerbsfähiger machen und wir brauchen eine viel größere Netze.

00:25:18: Integration Wir müssen die Verbraucher mit abstimmen.

00:25:23: Im Handel spricht man glaube ich von Etikettenschwindeln.

00:25:25: Das was dahinter steht ist etwas ganz anderes was dort passiert.

00:25:30: unserer Meinung nach ist dieses Gesetz ein reiner Protektionismus eine alten Wirtschaft, die in dem Netzausbau nicht so schnell vorangekommen sind wie es der Ausbau der Erneuerbaren gebraucht hat.

00:25:47: Jetzt ist es müßig da drüber zu diskutieren.

00:25:49: warum is das so?

00:25:50: Es gibt tausend Gründe dafür dass bei den Netzbetreibern abzuladen halt auch ein Stück weit für zu einfach.

00:25:56: nur das Ergebnis ist jetzt was dort gemacht wird zu sagen wir bremsen den ausbau der erneuerbare damit die Netzbetreiber aufholen können.

00:26:06: Aber genau da liegt der Fehler.

00:26:08: und auch von meiner Seite, aus einem ganz wichtigen Appell an Herrn Ebling ... Herr Ebling, die Länder sind das Ballwerk!

00:26:17: Die Länder möchten diese Änderung nicht.

00:26:21: Und da liegt unser vollstes Vertrauen dass jetzt in dem kompletten politischen nächsten Prozess die Länder auch dagegen stehen.

00:26:35: Ich kann mir vorstellen, dass wir das später nochmal kurz aufgreifen.

00:26:38: Ich bin mir sicher, wenn es der Ebling hat auch da eine Reaktion zu.

00:26:41: aber kurz dein Gedanken zu Ende genau.

00:26:45: Diese komplette Änderung wird einfach dem Verursacherprinzip nicht gerecht und wir haben heute die Lösungen als Energieversorgung.

00:26:53: Wir wollen Verantwortung übernehmen für die Integration der erneuerbaren Indienetze.

00:27:00: Wir wollen einfach diese Verantwortung über nehmen.

00:27:02: dann muss man uns aber auch lassen.

00:27:06: Jetzt ist da so ein Thema, wo ich ... Ich glaub, da komm' ich auch wieder zurück.

00:27:08: Weil ich hab zum Beispiel bei TierOnline als Nachrichtenponderer positioniert sich immer relativ neutral.

00:27:14: Die haben keine großartige Tendenzen in die eine oder andere Richtung.

00:27:17: Die fanden das handwerklich gut gemacht!

00:27:20: Ist das das, wo, wenn ich noch mal einen Schritt an meine Frage vorher zurückkomme?

00:27:23: Dass dieses Thema so komplex ist, dass sogar manche Nachrichtenredaktionen einfach Probleme haben, das gerecht werden zu behandeln und einzuschätzen?

00:27:32: Im ersten Step hört es sich ja gut an.

00:27:36: Wir wollen alle günstige Energie haben.

00:27:39: Und wenn ich dir jetzt sage, mein Gesetz macht günstiger Energie, natürlich wird das von allen gefeiert.

00:27:44: Entspricht dass der Realität?

00:27:45: Wird das das Ergebnis dieser Gesetzesänderung sein?

00:27:48: Nein!

00:27:49: Da sind ganz viele Verbände aktiv die genau das Gegenteil davon sagen und viele dieser werden jetzt auch nicht dem kompletten Ausbau der Erneuerbaren zugeschoben oder zugetalen.

00:28:03: Sondern ganz viele, die einfach sagen wir wollen langfristig günstige Energien in diesem Land haben und wir gegen einen Wurf großer Münzen können ein bisschen in die Zukunft gucken.

00:28:12: gibt es Strompreisprognosen, Strompreistudien für die nächsten vierzig Jahre.

00:28:18: da gibt's drei unterschiedliche Szenarien.

00:28:21: eins dieser ist Wir bauen so aus wie wir das geplant haben.

00:28:27: Der zweite ist der Status quo.

00:28:28: und der dritte, wir bauen wesentlich langsamer aus als wir das geplant haben.

00:28:33: Das teuerste Szenario, welches dort betrachtet wird, ist dieses Wir bauen weniger aus!

00:28:39: Wir haben uns für diese Reise entschieden, diese Energiewende genauso zu machen.

00:28:44: Wir haben die Idee wie diese gestaltet werden kann.

00:28:46: jetzt müssen auch Sachen einfach mal durchziehen.

00:28:49: so wie wir Eine sozialpolitische Agenda, die wir in den letzten zehn Jahren gebraucht haben, brauchen wir jetzt eine grüne Energiewende-Agenda.

00:28:55: Die länger geht als vier Jahre Legislaturperiode.

00:28:59: Ich könnte mir vorstellen... ich könnte mir vorstellen dass es taktisch klug wäre das Grün da drinnen anders zu benennen.

00:29:10: Dass es vielleicht ansatzweise mehrheitsfähig wird.

00:29:13: aber Reinhard ist ja ein Thema was eigentlich explizit dich adressiert.

00:29:18: alle Unternehmer fordern günstigere Energie.

00:29:21: Die EEG, aber auch das Netzpaket, die Instrumente haben ja eigentlich das als großes Versprechen.

00:29:29: Wie ist deine Einschätzung darauf?

00:29:34: Wenn man weiß, dass Preisbildung grundsätzlich immer noch im Verhältnis zwischen Angebot und Nachfrage passiert und man weiss, dass das Energieangebot aus den Erneuerbaren eher jetzt so ein bisschen ausgebremst wird mit dem Vorwand, dass man sagt ja wir dürfen unsere Netze nicht überlasten.

00:29:50: Wir müssen erst mal warten wie weit unsere Netzen erst hinterher kommen und soweit müssen die Erneuerbaren erstmal warten weil sonst gibt es ja diese Überlastungseffekte und man dann auch noch weiß das man über ein intelligentes Lastenmanagement unterhalb der Netz in Anspruchnahme nämlich zwischen den lokalen Abnehmern auch innerhalb eines Konsumenten, der auch Produzent sein kann.

00:30:14: Pro-Sumenten nennst du das in dem Buch?

00:30:16: Weil gleichzeitig Konsument auch Produzent sein kann gerade auch Mittelständler dass man da Lastmanagement betreiben kann Dass dazu führt, dass die Last Spitzen aus dem Netz sowieso rausgenommen werden weil dann besonders viel Energie gerade abgerufen wird wenn Das netz droht zu überlasten und umgekehrt ausspeichern dann auch wieder reingegeben werden kann Wenn mal wieder ein bisschen dunkel flaute ist und das dann so Ein sogenannte Überausbau, das heißt sogar mehr Kapazität der Erneuerbaren bereitgestellt werden kann.

00:30:48: Weil man sich nicht mehr fürchten muss vor dem zu viel Strom, weil man weiß wie man damit umgeht, nettschonend.

00:30:58: Und wenn man das nutzen könnte ... Dazu braucht man unter anderem auch die Smart-Meter und Smart-Meater Gateway.

00:31:05: Warum macht man es dann nicht?

00:31:07: Weil das würde mehr Energieangebot ungefähr selben Energieverbrauch erzeugen, was die Preise dann wieder zum Fallen bringen würde.

00:31:19: und ganz nebenbei wir wollen heute nicht über Resilienz zu werden.

00:31:22: Auch die Resilience dann sein würde.

00:31:24: aber darüber reden wir heute nicht.

00:31:27: Aber da sind so viele Wins auf einmal dass man sich fragt was steht dem entgegen?

00:31:32: gehen mir auch manchmal die Antworten aus.

00:31:34: Ich denke schon, wieder ist es tatsächlich Fossilaffinität oder die Rolle rückwärts generell weil das mehr Sicherheit verspricht.

00:31:40: wenn man sagt ja Grundlast verspürt Sicherheit so Wenn man gar nichts von Dynamik versteht dann denkt man im Grundlast ist Stabilität.

00:31:48: aber wir können es erklären und wir können das wissenschaftlich belegen wie wir die Preise senken können über eine Flexibilisierung Beteiligung auch am Strommarkt der dann die Lastspitzen selber wegbügelt.

00:32:00: Das war jetzt alles sehr technisch.

00:32:02: Ich glaube, wir müssen das mal kurz runterbrechen auf eine Art und Weise wo ich als Endkonsument dann verstehe worum es da geht selbst wenn's vielleicht mich selber nicht betrifft.

00:32:09: Netz ist nicht gleich netz.

00:32:11: Es gibt die Verteilennetze, ich glaub vier in Deutschland und dann gibt ganz viele ... Äh Übertragungsnetze Entschuldigung!

00:32:16: Die Y-Netze... Zahlreiche Verteilennetze.

00:32:19: bei den Übertragungsnetzen, ich glaube da haben wir so vier große Player in Deutschland.

00:32:22: Bei den Verteilnetzen geht es dann runter bis zum Stadtwerk und da sind ganz schnell dann achthundertsechzig verschiedene Player am Start.

00:32:30: Dann wird's richtig, richtig unübersichtlich.

00:32:33: was aber Reinhard jetzt angesprochen hat das war auf dem letzten Bereich glaub ich Ganz wichtig.

00:32:39: Und das ist, glaube ich auch der Bereich wo die Frage ist was ist da angeschlossen?

00:32:43: Ist es das Gaskraftwerk was wir brauchen?

00:32:46: Muss es das überhaupt sein?

00:32:48: können wir vielleicht in anderer Stelle eine Biogasanlage besser nutzen als Speicher?

00:32:51: sind das Speicherprojekte wie ihr sie baut?

00:32:54: ordnet das mal kurz für uns ein?

00:32:55: weil du hast ja gesagt Ja wir brauchen Gas aber eigentlich hätten wir Bio-Gas und andererseits haben wir aber auch Speicher Projekte.

00:33:02: also wir haben irgendwie so viele Lösungen und wir brauchen sie alle.

00:33:05: oder wie ist das?

00:33:08: Diese Transformation der Energiewelt ist eine Mischung aus sehr, sehr vielen unterschiedlichen Themen.

00:33:15: Also ich wurde auch oft gefragt, wie ist denn die Lösung der Energie-Wende?

00:33:21: Du

00:33:21: hast vorhin gesagt es ist ganz einfach.

00:33:22: deswegen sind wir jetzt gespannt.

00:33:23: du hast neunzig Sekunden.

00:33:26: Dann überlege ich, neunvierzig Sekunden werden wieder einfache Lösungen aussieht.

00:33:30: Spaß beiseite, ganz einfach ist das.

00:33:32: wir müssen diese Ressourcen nutzen die da sind.

00:33:35: Wir haben fahrende Batterien Wir hatten früher fahrende Heizungen, die haben alles wahrgemacht.

00:33:40: Unsere Autos sind heute fahrene Batterien.

00:33:42: Die müssen wir nutzen!

00:33:44: Wir brauchen diese komplette Flexibilität der Unternehmen.

00:33:49: Reiner für mich ist dieses beste Beispiel.

00:33:50: ihr kauft doch Ressourcen wenn sie auf dem Weltmarkt eher günstig sind.

00:33:54: also Granulat denke ich unterliegt auch Preisschwankungen und dann kauft ihr einfach mehr ein als wenn es teuer ist.

00:34:02: Das sind diese Themen, die wir brauchen.

00:34:05: Die günstigste Erzeugung ist immer dann, wenn draußen die Sonne scheint.

00:34:09: Wenn wir uns die Energiepreise angucken, eine tolle Internetseite dafür ... Dann sehen wir hohe Einstrahlung niedriger Preis.

00:34:17: Ist ein Marktgesetz heute und wir müssen Energie nutzen, wenn sie günstigen in der Erzeugungen ist.

00:34:26: Und wenn sie günstig ist, haben wir auch eine Attraktivität, die Energie zu speichern.

00:34:30: Und das ist eigentlich sehr einfach erklärt, Energie dann zu verbrauchen wenn sie automatisch zur Verfügung stehen habe und für alles andere zwischenzuspeichern.

00:34:41: Bei den Zwischenspeichern habt ihr das Projekt in Föhren unter anderem?

00:34:44: Das sind seine Größe nicht eines der größten in Deutschland oder Europa.

00:34:47: ich glaube es sind Megawatt Stunden, das ist ein ganz wichtiger Unterschied an der Stelle.

00:34:56: Aber was euch einzigartig macht, ist glaube ich die Technologie, die verbaut ist und was dieses Speicher, der Speicherstandort sozusagen dem Netz zur Verfügung stellen kann als Dienst, oder?

00:35:06: Genau!

00:35:07: Wir haben in Föhren einen großes Realabor geschaffen zur Erforschung der momentanen Reserve.

00:35:13: Momentanreserve ist etwas, wenn ich zu viel oder zu wenig Leistung im Netz habe muss ich das innerhalb von einem sehr kurzen Zeitraum komplett zur Verfügung stellen können.

00:35:24: Bestes Beispiel wir hatten vor letztes Jahr ein komplettes Blackout auf der ebärischen Halbinsel also auf einmal dieser komplette Energie weg war Spanien-Portugal.

00:35:37: was wir dabei gesehen haben ist dann es fällt ja eine komplette Last auf einmal vom Netz weg.

00:35:43: Und wenn ich jetzt weiter erzeuge, dann muss diese Energie irgendwo hin

00:35:48: und

00:35:48: diese Energie muss irgendjemand auffassen.

00:35:51: Also wir waren sehr nah an einem kompletten Plagout, wenn wir diese momentanen Reserve nicht gehabt hätten.

00:35:58: Das erforschen wir und das ist dazu da

00:36:02: um

00:36:03: später auch die erneuerbaren wesentlich flexibler mit integrieren.

00:36:07: Das ist eins der Forschungsmedien.

00:36:09: Der zweite Bereich ist der Bereich der Schwachstachtfähigkeit, um diese Netze ... Und auf der Bärchenhalbinsel hat es Tage gedauert bis die Netze wieder hochgefahren worden sind, diese Netzen dann sehr kurzfristig wieder hochfahren zu können.

00:36:24: Eigentlich so ein Stück weit an dieser Stelle wie eine ADAC-Mitgliedschaft.

00:36:29: Wenn dein Auto dauerhaft sauber fährt, ist die ADAC mit Gliedschaft wirklich eines der ... weniger lukrativen Investments.

00:36:39: Wenn du aber dann irgendwann irgendwo stehst und Unterstützung brauchst, dann denkste dir die sechs Euro waren gut investiert.

00:36:46: Und genau so läuft es mit der Schwachs-Stadtfähigkeit.

00:36:50: Das sind auch wieder Wörter, ich glaube über die muss man sich im Alltag keine Gedanken machen.

00:36:53: aber natürlich ist das ein großes Thema.

00:36:55: Man hört wow iberische Halbwinsel, die Lichter gehen aus.

00:36:58: Das kann uns auch passieren weil die Bösen erneuerbaren sind schuld oder zumindest wird es ganz schnell in die Richtung gedreht.

00:37:04: Aber das heißt dass ist die Technologie wo du wahrscheinlich dich auch vorhin drauf bezogen hast rein hat?

00:37:08: Das kann grundlegend Schwung reinbringen weil das quasi das ganze thema auf andere Füße stellt nämlich mal an Wie schaffen wir es aber allerdings bei so komplexen Themen, die Endkonsumentin wirklich abzuholen?

00:37:21: Gerade auch medial und mit allen Narrativen, die da draußen sind.

00:37:24: Weil wir haben ja gerade gehört das wird echt anspruchsvoll!

00:37:27: Also ich habe die Hälfte verstanden und ich glaube wir müssten die ganze Sendung dem widmen um wirklich zu verstehen was es geht.

00:37:32: Die Zeit haben wir hier nicht.

00:37:34: wie breche ich das runter und wie kriege ich das heraus als Narrativ?

00:37:41: Modelle kommunizieren, die klarmachen dass für das einzelne individuum da wirklich ein sehr konkreter Nutzen dabei ist auch in euro.

00:37:51: und Das ist durchaus möglich wenn man Beispiele mal aufzeigt wo selbst private wenn sie

00:37:57: über

00:37:58: Ein entsprechendes energie management system smart meter wenn das mal eingebaut ist Die Möglichkeit haben nicht nur stromkosten extrem zu sparen indem Sie halt dann ihren privaten Speicher oder auch Beteiligung an einem virtuellen Speicher vorladen, wenn es gerade super günstig ist.

00:38:16: Wenn man mal später besonders viel Strom braucht, sondern dass man sogar Geld verdienen kann, zum Beispiel bis hin zu dem bidirektionalen Laden der rollenden Batterien.

00:38:26: Dass man irgendwie sagt okay wenn ich als täglich ein Arbeitsweg mit meinem E-Auto jetzt nicht so viele Kilometer fahren muss und immer so eine Restladung mir auf jeden Fall vorbehalten möchte in meiner Autobatterie aber alles was drüber hinausgeht Nicht täglich brauche dann kann man damit Traden lassen.

00:38:44: Man muss nicht selber an der Stromverse immer gucken ok in welcher Viertelstunde ist gerade günstig?

00:38:49: Sondern es gibt Algorithmen, es gibt Dienstleister die das für einen machen und die geben einem gewissen Teil des Gewinns den man da arbeiten kann auch wieder zurück.

00:38:59: Weil die Schwankungen halt noch extrem sind über die fluktuierenden Erneuer waren und das Interesse das zu glätten natürlich groß.

00:39:08: Und dann kann man Strom verkaufen wenn er richtig teuer ist und man ihn selber nicht braucht und man kann ihn wieder einkaufen wenn der Sport billig ist.

00:39:15: Man muss noch nicht mal irgendwie Stress haben damit sondern es macht einfach der Algorithmus Und man hat immer eine Restladung im Auto und ist dann auch noch stolz.

00:39:23: Und kann sich das vielleicht auf dem Handy anschauen, wie das alles wunderbar funktioniert?

00:39:26: Und kann gegenüber seinem Nachbar prallen... ...und der hat dann das Gefühl verdammt!

00:39:29: Das will ich ja auch.

00:39:36: Da wollte ich nur sagen, dass ein ganz spannendes Thema war.

00:39:38: Ich glaube es gibt eigentlich in der Bevölkerung Rückhalt von Eighty Prozent für erneuerbare Energien oder tatsächlich eine Original Story.

00:39:47: quasi Kindergartenfreund von mir hat erzählt.

00:39:48: Sein Nachbar, AfD-Wähler erzählt ihm jeden Tag wie stolz auf seine Wärmepumpe ist und wie viel Geld er damit spart.

00:39:54: Also das heißt es gibt wirklich komplett eigentlich im ganzen Parteinspraktrum potenziell interessierte Menschen an dieser Lösung wenn man mal das tagespolitische oder das taktieren rausnimmt.

00:40:05: Und der wichtigste Punkt ist eigentlich dass man damit wirklich regional Wertschöpfung kreieren kann.

00:40:12: Und ich glaube, da sieht sogar die Bundesregierung so.

00:40:14: Da gibt es eine Studie Stärkung der regionalen Wertschöpfung durch erneuerbare Energien, wurde erstellt von Berlin-Institut, dem Institut für ökologische Wirtschaftsforschung und IW-Konzalt.

00:40:26: Und gerade letzteres ist eigentlich sehr wirtschaftsnah.

00:40:29: Also das sei jetzt nicht der BUND oder Verband der Neuerbaren Energien als ein wirklich wirtschaftensnahes Institut was er mitgemacht hat.

00:40:37: Die kam zum Schluss.

00:40:39: aktuell haben wir schon zehn Milliarden direkte Wertschöpfung, einfünfzigtausend Vollzeitstellen in dem Bereich bis zwanzigdreißig und das ist ja echt nicht mehr lange.

00:40:49: Also roundabout sieben Jahre könnten daraus einzwanzig Milliarden Euro werden und über hundertausend Stellen.

00:40:56: also was eine Jobmaschine?

00:40:58: Die Studie ist glaube ich verkraben worden.

00:41:01: Warum?

00:41:02: Ist das auch schon so?

00:41:04: das Thema Ablenkungsfalle oder

00:41:08: Ich fürchte schon ein bisschen.

00:41:10: Es ist natürlich so, dass die Stakeholder, die an der Beibehaltung des Status quo ein besonderes Interesse haben, eher konzentrierter sind ... eher größer sind und das halt auch entsprechend in ihre Kommunikationsfähigkeiten nicht nur zur Öffentlichkeit sondern auch zur Politik dann nutzen.

00:41:30: Und auch mehr dieses Clusterrisiko immer wieder in die Waagschale werfen können mit den konzentrierten Arbeitsplätzen irgendwo.

00:41:37: Und es ist schon so, dass die Bundesregierung leider jetzt nicht den Brand auf wirklichen Zukunftstechnologien zum Fokus gesetzt hat.

00:41:49: Wirtschaft stabilisieren, so wie sie früher war.

00:41:52: Und es ist natürlich ein beliebtes Narrativ zu sagen mit den Methoden von früher kann man vielleicht auch die Stabilität von früher wiederherstellen was natürlich nicht funktionieren kann aber die Rahmenbedingungen komplett anders geworden sind und wir schon mitten im Klimawandel drin sind und die Technologie sich auch geändert hat.

00:42:09: und deswegen muss man schauen dass man halt auch klar diese Chancen des Wandels aufzeigt und dann auch benennt, wo sind denn die Engpässe, die zu lösen sind?

00:42:23: Mein Lieblingsthema ist das mit dem Smart-Mieter.

00:42:26: Weil ohne die geht's ja irgendwie nicht!

00:42:28: Ich fürchte dass es in Deutschland ein bisschen ein Thema des Föderalismus ist weil wenn wir acht hundert sechsund sechzig Quartallnetzbetreiber haben von denen jetzt muss ich noch mal gucken, ich muss immer durch den Begriff richtig nenne ganz viele Grundzuständige

00:42:45: Messstellen

00:42:45: Betreiber sind GMSB, Grundzuständige Messstellenbetreiber.

00:42:50: Es gibt die wettbewerbsmäßigen Messstellen Betreiber ... Die haben Geschäftsmodell das Brut auf Flexibilisierung.

00:42:57: Ja?

00:42:57: Die wollen das anschieben.

00:43:00: Aber die meisten sind grundzuständigem Messstellen-Betreiber.

00:43:04: und wer ist das denn so?

00:43:06: Das sind viele Stadtwerke, viele Kommunen.

00:43:11: Und auch ganz kleine und eben auch die kleinen Verteilnetzbetreber Und die leben davon, dass sie nicht zu viel auf einmal investieren sollen sondern mit dem doch recht teuren Tarifen einfach bisher gut Geld verdienen und sich nicht irgendwie zu sehr anstrengen müssen um jetzt überall was einzubauen.

00:43:31: Es gibt zwar eine Pflicht das man innerhalb von sechs Monaten muss man so ein Ding eingebaut bekommen wenn man es wirklich anfordert aber ob das dann immer eingehalten werden kann?

00:43:39: und die haben gar kein Interesse den Smartmeterausbau voranzutreiben, weil die vielleicht auch so viele andere Dinge um die Ohren haben.

00:43:46: Weil die kleinen Kommunen ja nicht nur irgendwie Netze haben sondern noch tausend andere Sachen.

00:43:51: und dann sind wir wieder bei der atomisiert föderalen Struktur in Deutschland, die ich auch kenne aus dem Green Public Procurement wo eigentlich der grüne Einkauf der öffentlichen Hand In Deutschland genauso rückständig ist wie das Smartmeter Ausbau.

00:44:07: Weil in Deutschland jede Kommune einzeln entscheidet Was denn nachhaltig ist, beim Einkauf von Autos oder Transportmitteln?

00:44:15: Oder ob es Putzmittel sind.

00:44:17: Oder ob das Büro-Material ist.

00:44:18: und weil die siebenundzwanzig Warengruppen oder vielleicht auch dreihundertsiebzig Warenkruppen einkaufen müssen ... Und die haben manchmal nur eine einzige Person, die das entscheiden soll.

00:44:27: Das einzige Kriterium was dann noch zum Zug kommt, ist einfach so wie war's den bisher immer und was scheint denn willig und was haben wir denn bisher gemacht.

00:44:35: So,

00:44:36: d.h.,

00:44:37: diese Kooperation möglicherweise zwischen Kommunen, dass die sich auch spezialisieren und sagen wir tun mal unsere Arbeitsressourcen zusammenlegen.

00:44:44: Und der eine kümmert sich nur um den Einkauf von Diem oder andere macht mal Energiemanagement oder versucht halt auch netztwidelig System dienlich die Energiewende voranzubringen eben mit Smart-Meter Rollout.

00:44:56: Diese Kooperation ist oft nicht so populär bei den Einzelkommunen weil das wäre ja Aufgabe hochheitlicher Rechte des eigenen Dorfs.

00:45:06: Da komme ich immer zu meinem Lieblingsbeispiel.

00:45:09: Es gibt andere Warengruppen, da ist es selbstverständlich wenn jedes Dorf seinen eigenen Panzer und sein eigenes Gewehr einkommt mit eigenem Kaliber dann wäre die Bundeswehr noch einiges um einiges dysfunktional als sie eh schon ist schwer vorstellbar.

00:45:22: aber deswegen hat man sich darauf geeinigt dass das nicht jede Kommune einzeln macht sondern dass man das bündelt weil einfach ein übergeordnetes öffentliches Interesse des Gesamtlandes dahinter steht.

00:45:37: Den Ball würde ich direkt zu dir spielen, Gerd.

00:45:38: Aber ganz kurz!

00:45:40: Weil es ist ein sehr komplexes Thema und man weiß quasi holen wir die Leute im Stream eigentlich gerade ab oder haben die große Fragezeichen im Kopf?

00:45:47: Oder müssen wir viel tiefer gehen weil die alle das Thema schon bestens wissen kennen?

00:45:51: Ich sehe gerade, wir haben nicht ein Fünfzigtausend auf YouTube, elftausenden auf der Webseite also wieder eine richtig coole Zahl für dieses Thema an Bord Und ich sehe es in vielen Fragen da, aber wenn ihr das Gefühl habt Mensch was reden die dann auf der Bühne?

00:46:04: Schickt uns die ganz konkreten Fragen hier zu mir aus Tablet.

00:46:07: Ich sehe schon achtzehn bei mir angekommen weil wir wollen ja vor allem das Thema so aufbereiten dass jeder von uns etwas mit nach Hause nehmen kann ins Gespräch mit dem Nachbarn am Gartenzaun.

00:46:16: Meine Frage an dich, das ist nämlich hier auch.

00:46:18: Wie kann es klappen die achthundert Fürsten-Tümer gleichen Energieversorger zu einem geringeren Netz in Geld zu bewegen?

00:46:23: Brauchen wir eine Struktur wie in Frankreich?

00:46:25: Das schlägt genau in die gleiche Kerbe wie das was Reinhardt gesagt hat mit dem Föderalismus.

00:46:29: Ist es denn so einfach oder welche berechtigten Interessen muss so ne Kommune auch verteidigen können überhaupt sofort innovieren?

00:46:40: Ich denke nicht dass eine Struktur mit acht hundert sechstisch Einzelinteressen irgendwie gut funktionieren kann.

00:46:47: In Rheinland-Pfalz haben wir das irgendwann mal erkannt vor ein paar Jahren.

00:46:51: Dann haben wir die kommunale Reform angestrebt, weil wir gesagt haben dass wir diese einzelnen Verwaltungen nicht als sehr effizient einstufen.

00:47:00: Genau dieses Thema brauchen wir im Bereich der Netzbetreiber.

00:47:09: Die Bundesnetzagentur sagt, die Bundesnet zagentur ist eine politische Entscheidung.

00:47:16: Und diese Entscheidung tut mit Sicherheit vielen dieser Netzbetreiber weh.

00:47:23: Nur ich glaube da brauchen wir einen politischen Konsens das einfach mal zu ändern.

00:47:27: Also das Argument, was immer kommt ist die Querfinanzierung.

00:47:32: Es gibt klar die großen, es gibt die Eons dieses Systemen, die auch teilweise wirklich sagenhafte Renditen haben, wo man sich fragt, was das sein?

00:47:39: Aber ganz viele von den Netzbetreibern sind da statt weg um die Ecke, dass dafür sorgt mit dem Geld, was im Energiebereich eingenommen wird, dass das Schwimmbad tatsächlich noch aufmacht, dass es das überhaupt gibt, dass der ÖPNV fährt für Tickets, die man sich noch leisten kann als oft zu einer Querfinancierung, Also ist das eben so dieser gordische Knoten, den einfach noch niemand lösen konnte?

00:48:01: Auch weil man rechtlicherweise als Politiker dieses Thema schon so bearbeiten muss dass man halt wieder gewählt wird.

00:48:08: Weil sonst kann man eine Lösung hinsetzen die dann wenn man abgewählt ist schnell wieder abgeräumt wird.

00:48:11: also

00:48:13: Die schlechte Ausstattung mit Kapital von Kommuten ist ja glaub ich ein Thema was auch bei uns in Rheinland-Pfalz seit vielen Jahren diskutiert wird.

00:48:20: Da jetzt zu sagen wir ändern an dieser Grundstruktur nichts um das eine Problem dann nicht aufzumachen, weil ich es damit gelöst bekomme.

00:48:29: Das fällt mir jetzt schwer die Probleme damit zu kaschieren.

00:48:33: aus dem Grund sind der Themen mit Sicherheit in die gleiche Kerbe schlagen aber voneinander getrennt oder isoliert diskutiert werden müssen.

00:48:43: Natürlich viele der Stadtwerke haben hoheitliche Aufgaben, ÖPNV-Stadtbäder

00:48:48: etc.,

00:48:49: PP die müssen bezahlt werden sind aber heute häufig ausgelagert weil die Kommunen sich das eh schon nicht mehr leisten können.

00:48:59: so dass sie jetzt aus der Energiewirtschaft daraus Geld ziehen ist mit Sicherheit ein Thema Aber da sollte doch die Gesamteffizienz im Vordergrund stehen.

00:49:07: Wir haben noch so grob fünf Minuten für die Runde hier bei uns auf der Bühne und dann gehen wir die Fragen an mit dem Herrn Ministern, mit unserem Publikum.

00:49:14: Was ich mich natürlich frage ist... Die große Politik, da haben wir keinen Einfluss drauf!

00:49:18: Nicht als Bürgerin aber auch nicht als Unternehmen klar.

00:49:21: Wir können unsere Stimme abgeben, wir können uns positionieren, wir kann uns für die richtigen Produkte entscheiden.

00:49:27: Aber wie die Rahmenbedingungen sich in den nächsten zwei vier sechs acht Jahren verändern?

00:49:31: Dem sind wir erst mal ein bisschen ausgesetzt.

00:49:34: Was kann ich als Unternehmer vielleicht schon machen, was die wenigsten Unternehmer auf dem Schirm haben?

00:49:38: Ich habe jetzt bei Reinhard herausgehört.

00:49:40: Er hat sich vor zehn Jahren intensiv in Kremien engagiert.

00:49:47: Der kennt das Thema und er hat noch mehr Notizen in deinem Buch gemacht, als ich das sonst mache.

00:49:52: Das scheint ihn wirklich zu interessieren aber nicht dass es der Stand ist den er durchschnittlich Unternehmer hat weil er im Alltag mit ganz anderen Themen beschäftigt.

00:50:00: Und was bleibt da liegen an Potenzial?

00:50:02: Ich sag mal, das heißt immer behind the meter.

00:50:04: Also quasi unabhängig vom Netz?

00:50:07: Was kann ich auf meinem eigenen Hof mit meinem eigenen Betrieb oder auch mit meinem eigenem Grundstück als Bürgerin jetzt schon machen?

00:50:15: und wie viel Potenzial lassen wir da liegen?

00:50:18: Also erster Schritt ist immer hingucken.

00:50:21: Wie hoch sind meine Verbräuche?

00:50:23: Und dann kann ich Erzeugung herstellen bei mir in den Betrieben wo das passieren kann.

00:50:28: Wir haben Unternehmen die Profis für Und dann kann ich gucken, wenn ich die Erzeugung selbst hergestellt habe.

00:50:36: Wie passt das zu meinem Profil und wie kann ich die Energie dazu speichern?

00:50:40: Dieses Hauptthema ist einfach sich damit zu beschäftigen.

00:50:43: Einmal zu beschäftigend, zu gucken wo sind meine Potenziale, wie hoch ist mein Verbrauch und wie können mich günstiger in Zukunft mit Energie eindecken.

00:50:52: Ganz durf!

00:50:53: Wir können so viel schon machen mit dem Lastprofil und dem Luftbild eines Unternehmens, um da Potenziale aufzuzeigen.

00:51:01: Ich brauche ein konkretes Beispiel.

00:51:03: Lastbild, Luftbild... Das klingt alles ein bisschen abstrakt gerade also wirklich ganz plastisch!

00:51:07: Du schickst mir dein Jahresverbräuchte des letzten Jahres und sagst mir wo ist dein Unternehmen?

00:51:13: Und auf der Basis können wir Antworten liefern.

00:51:16: Das heißt, wer hat jetzt die Littenbilder aus?

00:51:18: Ihr guckt was sind Dachflächen frei.

00:51:20: Was ist Freifläche?

00:51:20: Kann man Windrad hinstellen, PV?

00:51:22: kann man Speicher hinstelle.

00:51:24: Seid ihr nicht die einzigen.

00:51:25: das können zahlreiche Unternehmen machen sozusagen

00:51:27: genau.

00:51:30: Wie sieht es da bei dir aus, Reinhard?

00:51:31: Ich weiß.

00:51:32: Du hast schon zweimal erwähnt, dass ihr ein PPA habt, also Power Purchase Agreement.

00:51:36: Das heißt, ihr habt einen Spezialvertrag mit einem Windparkbetreiber und wisst der liefert euch die erneuerbare... Wind und Solar!

00:51:43: Ich kann mir vorstellen, bei den aktuellen Preisschrankungen hängt das wahrscheinlich gold umrandet in dein Büro und jedes Mal wenn du reinkommst freust du dich.

00:51:50: Aber war es das schon?

00:51:52: Es waren schon riesen Fortschritt für uns, dass wir jetzt mittlerweile rund vierzig Prozent unser gesamtes Energiebedarf allein über dieses PPA abdecken.

00:52:01: Und das hat uns in Summe doch erheblich Geld eingespart also rund zwanzig Prozent und sechsstelligen Betrag weil auch wenn das noch nicht absolut flexible Kosten sind nochmal in dem Modell deutlich geringer war als das was sonst üblicherweise anrufen wird.

00:52:21: Und natürlich haben wir auch eigen Energieproduktionen, damals war es so dass mehr als neunneunzig kann man neuen KW nicht eher unvorteilhaft ist und das man eher die kleinen Flächen dann auf den Dach erstmal belegen sollte.

00:52:41: Das hat sich jetzt wohl geändert und deswegen kann man auch über diese kleinen Sonnenkraftwerke hinaus Flächen nutzen, lukrativ nutzen.

00:52:53: Was früher mit manchen Nachteilen dann in der Einspeisung und was man kriegt, gewonnen war.

00:52:57: Und wenn man das jetzt auch noch kombiniert eben mit den Speichermöglichkeiten und den Trading-Möglichkeiten hat man sehr viele Spielräume, Extrempreissituationen zum eigenen Vorteil zu nutzen.

00:53:08: Da muss man halt gucken wie weit man geht ob man sich eine eigene Batterie im Keller stellt oder ob man nur beteiligt an einer Batterie die ganz woanders steht weil Strom kann ja da hingeleitet werden Da gibt's viele Sachen, ob man bidirektionales Laden dann auch ermöglichen will.

00:53:24: Dass man nicht den Mitarbeitern das, was man den gerade Mitarbeiterautobatterie aufnimmt, plötzlich wieder absaugen, weil man grade mal hoch energetische Prozesse hat in der Firma und da können die nicht mehr nach Hause fahren.

00:53:35: Aber man kann die mal fragen, ob da wenigstens so ein paar Prozent mit dazugehören?

00:53:39: Dafür kriegen sie dann mehr Ladungen oder können sogar schneller laden.

00:53:43: Vielleicht ganz schnell laden wenn es auch gerade besonders günstig ist.

00:53:48: Also viele Dinge, die man da beginnen kann.

00:53:51: Und auch das mit dem PPA ist eigentlich eine tolle Sache, weil es direkt ausbauffördernd ist.

00:53:56: Es ist nicht anonymer Strom aus der Steckdose, der einfach grün gerechnet wurde wie bei vielen anderen Modellen, sondern es ist lokal ausbaufördernt, auch mit Anlagen, die aus der EEG-Förderung schon raus sind.

00:54:06: also die Kombination dieser Maßnahmen hilft es einem auch so ein bisschen auszutarieren wo dann noch Restrisiken sind Und man kann dann überlegen, dass man Dinge macht die man sonst mit Strom nicht machen würde und auch dem Komfort dienen bis zur Klimatisierung von Produktion.

00:54:25: Da sind wir wieder beim Einstieg.

00:54:26: Also der hitze Sommer wird uns begleiten, wir werden kühlen müssen.

00:54:30: es wäre theoretisch lösbar kostengünstig und theoretisch sind all die Produkte wie verbrauchen die ganzen Speicher das Handeln das Beteiligten von Unternehmen an dem handeln von Bürgerinnen wer tatsächlich im Sinne aller also diese Infrastruktur dafür aufzubauen ist eigentlich zwei, drei, vier Fliegen mit einer Klappe schlagen.

00:54:49: Mit Blick auf die Uhr müssen wir Gas geben und das Mikro jetzt schon direkt an unsere Gäste abgeben sonst kommen nämlich gar nicht durch.

00:54:55: Wir haben viele Fragen im Chat aber als allererstes möchte ich natürlich unseren Minister für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima des Landes Rheinland-Pfalz mit dazuholen.

00:55:04: Der Blick ging schon manchmal in ihre Richtung während dem Talk.

00:55:07: Falls Ihnen da noch was auf der Zunge liegt teilen Sie es gerne.

00:55:11: Ansonsten wäre für mich eine der wichtigsten Fragen.

00:55:13: Wir haben Gerhard Schöller, er hat wirklich ein Vorzeigeprojekt bei Ihnen auch hier regional im Land gebaut.

00:55:18: Da war viel Förderung mit drin direkt vom Wirtschaftsministerium.

00:55:22: ich glaube auf Bundesebene Es waren auch noch Institute involviert das so ein Sonderprojekt.

00:55:27: jetzt natürlich die Frage wie kriegen wir das hin dass all den nächsten Projekte die vielleicht nicht Sonder projekte sind auch schnell ans Netz kommen?

00:55:34: weil da scheint ja genau eins der größten Themen überhaupt zu sein und Ich will sie gar nicht in die Bundes Politik ziehen mit der Frage, sondern wie können wir das regional lösen?

00:55:43: Wie Gerd das gerade gesagt hat.

00:55:47: Ein Beitrag wird ganz bestimmt sein dass wir eine Netzwerkstatt aufziehen werden.

00:55:52: also mit anderen Worten ich brauche einen verbindlichen Dialog mit den Netzbetreibern.

00:55:56: Wir haben eben etwas über die Strukturen gehört auch vielleicht über die Kleinteiligkeit.

00:56:01: Wenn ich ein Rat geben kann, mit der Erfahrung nicht physischer Ingenieur zu sein aber lange Politik zu machen, weisen wir uns bitte nicht die Zähne daran aus.

00:56:10: Aus achthundert am Ende sechshundert gemacht zu haben und dabei sieben Jahre zu verlieren.

00:56:15: Somit all denen wie Sie sind zu arbeiten Anreize zu setzen Und vor allen Dingen natürlich auch eine gehörige Portion Druck von oben und von unten zu entwickeln.

00:56:23: Bei mir wird das Netzwerk statt heißen weil wir natürlich in der Tat sehen dass das Battleneck schlechthin für den Ausbau der Neubahn das Thema ist, sie ans Netz zu kriegen.

00:56:34: Und deswegen müssen wir uns dem stellen und damit habe ich es noch nicht gesagt was ich von der Bundespolitik an der Stelle erwarte sondern will einfach sagen da müssen wir unseren eigenen Garten ordentlich ordnen.

00:56:50: Was ich spannend fand, es ist ja ein langer Titel.

00:56:52: Es ist Minister für Wirtschaft, Tourismus, Energie und Klima.

00:56:55: aber das heißt bei Ihnen im Ministerium laufen Energie- und Klimawirtschaft tatsächlich noch zusammen während eben auf Bundesebene dass er wieder auseinander dividiert wurde weil es da eben scheinbar wirklich unvereinbare Zielkonflikte gibt.

00:57:08: Sind Sie im Paralleluniversum, wo es diese Zirkonflikte nicht gibt?

00:57:13: Oder wie schaffen sie das zu vereinen.

00:57:15: Was läuft hier bei Ihnen im Land anders?

00:57:17: Naja ... Es war eine bewusste strategische Entscheidung.

00:57:20: Wir haben am März diesen Jahres gewählt und wir hatten davor eine Debatte über ein Landesklimaschutzgesetz.

00:57:27: Und wir hatten die Situation, dass der Landtag einen Fall sein Landesklamaschutz Gesetz verabschiedet hat gegen den dringenden Rat Alle Unternehmerverbände in Rheinland-Pfalz und das Deutschen Gewerkschaftsbundes.

00:57:38: Und trotzdem hat der Landtag das beschlossen, ich halte es auch heute im Rückblickspiegel betrachtet für eine richtige Entscheidung.

00:57:46: aber es war dann auch die strategische Entscheidung zu sagen wir bringen Wirtschaft und Klimafragen unter einen Dach weil ich auch ist für richtig Halte zu sagen Wir sind in einer Zeit Und das war jetzt vor Erkenntnissen einer Hitzeperiode, die sicherlich kulturell einschneiden sein werden für Deutschland.

00:58:04: Ich teile Ihre Einschätzung da so wie mir meine Großeltern genau wussten an welchem Tag der Reihen zugefroren war.

00:58:09: als historisch prägendes Ereignis glaube ich wird unsere Generationen diese Bilder vom Rhein genauso prägenhistorisch mitnehmen.

00:58:17: es wird Verhalten im positiven verändern davon bin ich überzeugt und deswegen müssen wir die Punkte Wirtschaft und Klima zusammenbringen oder auch in den Balance bringen.

00:58:25: nehmen sie die Formulierung die ihnen am besten gefällt.

00:58:28: Aber im Kern ist, wir dürfen sie nicht gegeneinander stellen.

00:58:30: Was uns verlieren am Ende?

00:58:31: Nicht nur Klima oder Wirtschaft sondern vor allem die Menschen.

00:58:41: Wird Ihnen gerne noch die Gelegenheit geben direkt darauf reagieren zu können.

00:58:44: Gerd Schuller hat es ja direkt angeschaut und gesagt auf Sie kommt das an!

00:58:47: Sie sind das Bollwerk in den Ländern sozusagen.

00:58:49: also was können Sie unabhängig jetzt auch im Verhandeln zwischen Landes- und Bundespolitik.

00:58:55: aber was können sie schon anders machen selbst wenn sie vielleicht gerade die Bundeslinien nicht teilen oder eine andere Strategie, eine andere Vision haben?

00:59:03: sind Sie auch Tag, wo können sie all das was Herr Schneider angesagt hat diese Dynamik die jetzt plötzlich da ist vielleicht vor fünf Jahren noch gar nicht da war auch technologisch.

00:59:11: Wo können Sie dann die Folgen gehen?

00:59:13: In erster Linie werden wir natürlich über den Bundesrat Einfluss nehmen auf die Energiegesetzgebung des Bundes.

00:59:18: Das tun wir jetzt schon.

00:59:20: dass was vorgestellt worden ist auch in Bezug auf die Erneuerbaren heißt beispielsweise dass man ab einer gewissen Größe bei der Dachfotoroltaik keine Einspeisevergütung mehr bekommt, das ist für Rheinland-Pfalz schlecht.

00:59:32: Wir sind ein Land in dem viele Menschen Dächer haben weil wir eine hohe Eigenheimquote zum Beispiel haben und wir sind genau bei den Beispielen die sie in der Diskussion genannt haben.

00:59:41: Ich habe meine App und ich sehe wenn die Sonne scheint was mir das bringt.

00:59:45: da sind am Ende die positiven Akzeptanzträger neben den Effekten ökonomisch und auch ökologisch, die wir dadurch haben.

00:59:52: Aber die positiven Akzeptanzträger.

00:59:54: Deswegen halte ich es auch für falsch da den Hebel jetzt anzusetzen um am Ende, sag' ich mal über die SEND-Beträge im Hinterkommasteller der Einspeisevergütung uns zu streiten.

01:00:04: Und das werden auch Punkte sein, die wie auch dann über die Gesetzgebungen die Bund und Länder miteinander zu vereinbaren, haben am Ende sicherlich auch beeinflussen können so wie weit wir da kommen.

01:00:15: Das wird man sehen.

01:00:16: Aber erst einmal haben wir schon auch klar gemacht, aber auch ich klargemacht dass wir das jetzt nicht so bejubelnd betrachten.

01:00:23: Ich sage aber jetzt auch mal weil es nicht nur darum geht zu sagen, dass ist alles schief.

01:00:27: im Moment hat der Bund ich glaube insgesamt vierzehn Energiegesetze in der Mache.

01:00:32: also er baut an vielen Stellen um und wir müssen am Ende auch nochmal gucken worum geht's am ende wirklich?

01:00:37: Und da sind auch so Fragen natürlich dabei wie schaffen wir am Ende Anreize ein Management aufbauen zu können, dass uns am Ende des Tages hilft.

01:00:46: Also insofern wie so oft sind viele Fragen im Pott und wir müssen uns am ende auch auf die Dinge konzentrieren wo wir vielleicht den Durchbruch dann tatsächlich bekommen für den Ausbau der Neuerbahn.

01:00:56: Vielen Dank Herr Minister.

01:01:03: Ich werde gerade das Thema auch Erfolgsgeschichten aufnehmen.

01:01:08: Ich schaue gerade sechs Minuten für die Fragen aus dem Chat.

01:01:10: Es wird eine sehr schnelle Frage runter, sind wir schon gewohnt?

01:01:13: Wir überziehen immer ein kleines bisschen am Schluss und dafür machen wir wirklich schnelle Antworten auf schnelle Fragen.

01:01:18: Kann es sein dass wir die Erfolgsgeschichten zu wenig erzählen?

01:01:21: Die Windräder hier im Hund zurück zum Beispiel finanzieren wirklich Kitas, die Geyerlei Hochseilbrücke.

01:01:25: also das ist die regionale Wertschöpfung der eigentlich da ist

01:01:29: Absolut.

01:01:29: Wir haben vom Landesverband der Neuerbaren Energie eine Studienauftrag gegeben mit dem EZS im Saarland, dass wir die Proto-Wertschöpfung im Land mit über einer Milliarde in Zukunft beeinflussen werden.

01:01:39: also wir sind signifikanter Wirtschaftsforteil am Standort

01:01:45: Wie das.

01:01:46: eine Frage, die auch sehr wichtig ist.

01:01:47: Wie schaffen wir es, die Bürger fort mehr zu involvieren?

01:01:50: Dass eben nicht der ausländische Investor kommt und den Windpark finanziert.

01:01:53: Es ist ne begrenzte Angelegenheit.

01:01:55: sind die Windparks erst mal ausgeschrieben und verkauft sozusagen dann kann man da nicht mehr dran viel rütteln.

01:02:01: Und jetzt die Frage wie wäre die Rolle und die Bedeutung von Bürgerenergiegenossenschaften?

01:02:06: also gibt's noch mehr Möglichkeiten schneller wirklich die lokale Bevölkerung dar Partizipieren zu lassen.

01:02:12: Ich bin zwar jetzt nicht der ausgewiesene Experte, auch mir ist so angekommen, dass es da sehr viele positive Beispiele gibt.

01:02:18: und da sind wir wieder bei dem Thema Kommunikation von Best Practice.

01:02:22: Es geht ja nicht darum Utopien gegeneinander auszuspielen, wo man irgendwie sagt naja die sind vielleicht alle noch nicht ganz zur Ende gedacht und haben Risiken sondern gucken was funktioniert schon besonders gut?

01:02:32: Und dann gibt's Genossenschaften die tolle Werte vorzuweisen haben, die richtig stolz sind das so hingekriegt zu haben.

01:02:39: Und wenn man darüber berichtet, dann schafft man natürlich auch Begehrlichkeiten im besten Wortsinne.

01:02:45: bei anderen Dingen denken, das könnten wir doch auch mal machen.

01:02:47: Wie ist denn die Keimzelle?

01:02:48: Wie fängt das an und wie wächst das dann immer mehr dort mitmachen?

01:02:53: Weil sie stolz darauf sind ihr eigenes System vielleicht noch ein bisschen toller gemacht haben als eine Nachbargemeinde.

01:02:58: also man kann quasi diese Föderalismus ja auch positiv versuchen zu nutzen dass man sagt okay da könnt ihr euch lokal organisieren und zeigen, dass ihr es noch toller irgendwie hinkriegt als der Anderen aber ihr müsst euch organisieren wenn jeder nur einzeln schaut Oh mein Gott, warum ist das alles so teuer?

01:03:17: Dann will es nicht funktionieren.

01:03:18: Ganz spannend!

01:03:19: Spätestens wenn man das macht als Bürgergenossenschaft dann muss man sich auf der technischen Ebene miteinander setzen.

01:03:25: Renate hier fragt wie funktioniert ein virtueller Speicher?

01:03:28: und wäre das zum Beispiel auch so ein Thema für eine Bürgernossenschaft?

01:03:31: Wir

01:03:36: haben das Beste aufgehoben für die letzten dreißig Sekunden.

01:03:38: Ja,

01:03:38: ist auch total interessant für Bürgerenergiegenossenschaften.

01:03:42: Wir haben selbst in Föhren auch Bürgerenergienossenschaft mit investiert, weil uns das wichtig ist, die Menschen vor Ort auch mitzunehmen.

01:03:50: Wirtuelle Speicher funktionieren... Ich habe einen Gesamtverbrauch, kaufe mir ein PPA dazu und hab in der PPA-Erzeugung zu viel Strom!

01:04:01: Und den kann ich in diesen virtuellen Speicher dann schicken, um den später wieder dort rausnehmen zu können.

01:04:10: Ganz grob!

01:04:11: beschrieben.

01:04:12: In Fachkreisen, Bilanzkreismanagement was dort betrieben wird.

01:04:16: ich reguliere einfach meinen Verbrauch an einem anderen Stand noch damit?

01:04:19: Ich glaube in der Stelle machen wir die Empfehlung sich das Buch zu bestellen.

01:04:23: Hochspannung.

01:04:24: Da gehst du im Detail ein und tatsächlich habe ich in der Richtung viel davon gelernt auch eben was das Traden angeht und Hatching und ganz viele spannende Begriffe.

01:04:32: es lohnt sich wirklich Lieberinate, genau.

01:04:34: Also am besten nochmal nachlesen.

01:04:37: Anderes Thema das auch immer eins der Themen mit dem Angst gemacht wird wie sieht es mit der Cyber Sicherheit aus?

01:04:41: Weil de facto von diesen Smart-Mietern wahrscheinlich in Frankreich und Dänemark der größte Teil aus China kommt.

01:04:49: also wir haben ja in Europa und in Deutschland wirklich sehr starke Regularien was dort erfüllt sein muss.

01:04:54: da habe ich damit mit diesem hohen Ansatz vollstes Vertrauen rein dass wir das hinbekommen.

01:05:02: Nichtsdestotrotz haben wir auch in der Fünf-G-Diskussion uns Souverän dazu entschieden, welche Hersteller wir nicht in Europa haben wollen und ich glaube da ist einfach eine Aufgabe der Politik.

01:05:14: Beim Thema China vielleicht ein Thema was auch eine Frage die für dich relevantes rein hat?

01:05:18: China gerade bei den grünen Sachen.

01:05:20: also es sind zwei schneide Geschwert.

01:05:22: aber man kann schon sagen sie werden immer mehr so zum Vorzeige gigantwas Nachhaltige oder Green Technologies angeht, gerade auch im Bereich Erneuerbare.

01:05:31: Trotzdem immer noch ein Parteienstaat.

01:05:35: Das heißt schaffen wir das wirklich so die klimatischen Herausforderungen anzugehen und unsere demokratischen Werte hier in Europa zu stärken eher zu stärkern als zu schwächen?

01:05:45: Jörn Stüber möchte das wissen.

01:05:48: Also wenn man die Handlungsfähigkeit der kleinsten Organisationseinheit also des Bürgers vergrößert, indem man die Information zukommen lässt wie er Vorteile für sich holt und darauf stolz sein kann.

01:06:01: Dann denke ich schon dass das eher demokratiefördernd sein kann weil da sind wir wieder bei dem Thema Erfahrung von Selbstwirksamkeit und Handlungsfähigkeit zeigt du bist nicht Opfer lieber Bürger sondern du bist Gestalter deiner eigenen Zukunft auch der Welt in der Du lebst.

01:06:18: Und du kannst das machen, auch wenn es nicht sofort die ganze Energie-Situation von Deutschland auf den Kopf stellt.

01:06:26: Aber du merkst, dass du in der Gemeinschaft drin bist, die auf dem richtigen Weg ist und dir auch Signale zurückgibt, dass das Ganze jenseits vom reinen Monetären einfach eine coole Sache und die richtige Sache ist!

01:06:40: Und ich denke, so sollte Demokratie eigentlich funktionieren.

01:06:43: Man macht die richtigen Dinge und merkt, wie sich zum Positiven verändert.

01:06:47: Und man hat einen Einfluss!

01:06:56: Diese Lanze möchte ich dann auch einmal für die Demokratie brechen.

01:06:59: Mir ist es lieber, wir ringen immer um das allerbeste Ergebnis und sind nicht immer einer Meinung als von irgendjemandem vorgeben zu lassen, wie die Ausrichtung sein sollte...

01:07:15: Ich glaube, zwei schöne Appelle die wir hier zum Schluss stehen lassen können.

01:07:18: Vielleicht jeweils noch einen Satz angenommen?

01:07:20: Wir würden uns in einem Jahr wieder treffen das Thema noch behandeln.

01:07:23: ich glaube werden schon viel früher behandeln wahrscheinlich.

01:07:25: aber was wird bis dahin schon passiert sein Gerd?

01:07:29: Was wird Realität sein auch für uns hier in Deutschland und vielleicht entgegen unserer Erwartung schneller als gedacht.

01:07:35: dieser Ausbau der Batteriespeicher wird wesentlich früher zu einer Verringerung der Energiepreise führen.

01:07:40: wenn wir diesen Ausbau von den Seilen lassen und sich einfach in dem Markt entwickeln lassen, werden wir signifikante Preisveränderungen nach unten in den nächsten zwölf Monaten sehen.

01:07:53: Reinhard was denkst du?

01:07:54: Was wird im nächsten Jahr passiert sein, was für uns und vielleicht auch dann wirklich schon für die Endkonsumentin entscheidend ist?

01:08:01: Ja ich denke dass die Leute verstehen werden das Flexibilisierung auch nicht nur mehr Freiheit mehr Handlungsfreiheit bedeutet sondern letztlich Ja, eine Möglichkeit.

01:08:18: Ich will jetzt nicht sagen der Selbstverwirklichung aber den Leuten die Gewissheit gibt dass sie sich aussuchen können in welchem Kostensystem, in welchen Belastungssystem Sie leben weil viele denken ja immer mein Gott das wird alles von oben irgendwo diktiert und ich bin ja nur das Opfer der unabänderlichen Rahmenbedingungen und dem einzelnen Bürgerstellhebel wieder zurückzugeben, die natürlich auch in der modernen Welt aus vielerlei Gründen früher genommen werden mussten um Dinge halt hoheitlich irgendwie einheitlich zu gestalten.

01:08:54: Das ist doch eigentlich eine positive Ausnahme wo man sagen kann hey da kriegst du wieder einen Cockpit mit dem du selber was machen kannst und selbst wenn du nicht genau weißt wie du alle Register spielen solltest es gibt Dienstleister die dir dabei helfen und du kannst am Ende messen wie groß dein Vorteil ist.

01:09:10: Und das ist eigentlich so eine Bürgerbefähigung, die ich sehr gut finde.

01:09:17: Vielen Dank dir für das Statement.

01:09:19: Ich würde sagen oder ich bin sicher, dass wir das Thema noch ausführen würden in eine der kommenden Sendungen.

01:09:23: Dann werden wir nochmal reinschauen aber zuerst werden wir uns wieder sehen, zwar im siebzehnten September also ziemlich genau in einem Monat und dann werden wir nämlich das aufgreifen was wir am Anfang so ein bisschen diskutiert haben in so großen Themen.

01:09:36: woran kann man sich orientieren?

01:09:37: Was ist wirklich ein belastbarer Fakt?

01:09:39: Was es durchaus strittig je nachdem für welche Perspektive man ins Rennen geht Und was ist schlichtweg Fake News?

01:09:47: Also wir werden uns dem Thema Journalismus widmen.

01:09:49: Und die Frage, wie viel Zuversicht verträgt Journalismus und zwar mit Ellen Heinrichs, Gründerin des Borninstituts am siebzehnten September.

01:09:57: also merken Sie sich das reservieren Sie sich da schon im Kalender wie immer acht zu nur abends für eine Stunde plus zehn Minuten.

01:10:05: Das können Sie auch schon merken.

01:10:08: Alles Weitere gibt's im Newsletter.

01:10:10: Ich bin mir sicher den Blenden wir gerade einwährend, ich sage abonnieren Sie gerne Newsletten.

01:10:14: alles was wir hier besprochen haben gibt es auch im Nachgang als Podcast noch mal anzuschauen oder auf YouTube als Video.

01:10:19: das bleibt uns alles erhalten.

01:10:21: die achzehnte Ausgabe dass alle anderen siebzehn Ausgaben sind auch online verfügbar Als video als podcast.

01:10:28: schauen sie da rein In den Pool.

01:10:30: Es war mir eine Ehre, vielen Dank an alle Menschen die uns hier im Stream bis zum letzten Minute begleitet haben.

01:10:36: Vielen vielen Dank Gerhard Schöller für den Besuch hier.

01:10:39: Danke dir Reinhard wieder und natürlich noch mal vielen Dank.

01:10:42: es war uns eine Ehres sie dabei haben zu dürfen Minister Ebling.

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